Mittwoch, 24.05.2017 - 20:00 Uhr

Klauni

Im Rahmen von ART OF THE CITIES -
3. Internationales Bürgerbühnenfestival
Klauni / Teatr 21

In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 24. Mai!

Der Theaterabend beginnt als Freakshow in einem Zirkus und erinnert damit an die monströsen Ausstellungen des Fremden, des Anderen mit Hilfe von Riesen oder Zwergen noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Teatr 21 ist die einzige Gruppe in Polen, die mit einem derartigen – auf Langzeitwirkungen ausgelegten – Konzept arbeitet.Im dritten Teil ihrer Trilogie geht es um das Bedürfnis von Menschen mit Down-Syndrom, eine eigene Familie zu gründen, der letzte ihrer Punkte auf einer längeren Wunschliste. Eine schier überwältigende Menge von Bewerbern*inen mochte in eineTestwohnung einziehen, um dort ihre Eignung für ein ganz normales Leben unter Beweis zu stellen. Doch sie stehen unter schärfster Beobachtung eines Trainers. Schließlich geschieht das Unvermeidbare: Ein Kind kündigt sich an! Die Arbeiten von Teatr 21 sind unverschämt, anarchisch, politisch und grellbunt. Hier stellen Betroffeneohne jegliche Betroffenheit die Frage nach der Glaubwürdigkeit unserer „Projekteder Inklusion“ in einer neoliberalen Gesellschaft.

In the final installment of their trilogy, we meet the heroes of Teatr 21 in a trainingflat. This is the last item on their wishlist – family! In the performance Teatr 21 alludeto the traditions of the circus, which even at the beginning of the 20th centuryshowcased otherness. These circus acts were crude spectacles but were incrediblypopular at the time. How has the presence of disability changed in the public sphere? Have we been able to successfully integrate the disabled into the everyday world?

Jurybegründung
Alle Spieler*innen bewegen sich mit großer spielerischer Selbstverständlichkeit undmit hohem Wirkungsbewusstsein auf der Bühne, eine Kompetenz, die auch etwas mit der kontinuierlichen Arbeit von Teatr 21 zu tun haben mag. Es entsteht eine besondere Reibung zwischen dem Thema – dem gesellschaftlichen Umgang mit Behinderten – und der Form, eine ironische Revue, die von Darstellern*innen mit Behinderung präsentiert wird. Eine politisch schonungslose Arbeit, die durch viel Humor überzeugt. (Viola Hasselberg)
Justyna Sobczyk
  
  
Justyna Wielgus
  
Wisla Nicieja
  
Pawel Andryszczyk
  
Monika Da˛browska-Jarosz
  
Piotr Boruta
Grzegorz Brandt
Anna Drozd
Teresa Foks
Daniel Krajewski
Maja Kowalczyk
Katarzyna Lalik
Barabra Lityn'ska
Anna Luczak
Aleksander Orlin'ski
Michal Pe˛szyn´ski
Emilia Rajca
Piotr Sakowski
Cecylia Sobolewska
Marta Stan'czyk
Piotr Swend
Aleksandra Skotarek
Magda S´wia˛tkowska